Runners High: Der ultimative Leitfaden zum Glückshormonrausch beim Laufen

Runners high

Was ist das Runners High?

Das Runner`s High ist ein Gefühl der Euphorie, das viele Läufer nach einer intensiven Laufeinheit erleben. Es wird durch die Freisetzung von Endorphinen im Gehirn ausgelöst, welche als natürliche Schmerzmittel und Glückshormone wirken. Manche Läufer bezeichnen es als Gefühl des “Schwebens” oder als Zustand der “glücklichen Erschöpfung”.

Dieses Hochgefühl kann dazu motivieren, weiter zu laufen und die eigenen Grenzen zu überschreiten. Es ist jedoch nicht immer garantiert, da es von verschiedenen Faktoren wie Dauer und Intensität des Laufens, der eigenen Fitness und auch der individuellen Reaktion auf körperliche Anstrengung abhängt. Es gibt mittlerweile ganze Bücher zum Runners High.

Wie entsteht das Runners High?

Das Runner‘s High entsteht durch lange, anstrengende Läufe. Wenn du deinen Körper richtig forderst, reagiert er darauf, indem er Endorphine freisetzt. Diese Glückshormone sorgen dafür, dass du dich während und nach dem Laufen euphorisch und zufrieden fühlst.

Es ist vergleichbar mit dem Gefühl, das du nach einem guten Lachen oder einer Umarmung hast. Es ist eine natürliche Reaktion deines Körpers auf Stress und Anstrengung, und es ist einer der Gründe, warum so viele Menschen das Laufen lieben. Also, schnür deine Laufschuhe und mach dich bereit für den ultimativen Glückshormonrausch!

Die positiven Auswirkungen des Runners High auf Körper und Geist

Das Runner`s High ist nicht nur ein tolles Gefühl, es wirkt sich auch positiv auf Körper und Geist aus. Beim Laufen werden Glückshormone wie Endorphine freigesetzt, die uns Euphorie und Leichtigkeit spüren lassen. Dieser Hormonrausch kann Stress abbauen und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Zudem verbessert das Runner`s High die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Immunsystem. Aber das ist noch nicht alles: Es kann sogar dabei helfen, Schlafstörungen zu bekämpfen und das Selbstbewusstsein zu steigern.

Also schnür die Laufschuhe und genieße den Glückshormonrausch beim nächsten Lauf!

Meine Tipps, um das Runners High zu erleben:

Das Runner`s High zu erreichen kann ein echtes Highlight deiner Laufroutine sein. Hier sind ein paar Tipps, wie du es erzielen kannst:

  1. Laufe regelmäßig: Je öfter du läufst, desto schneller kann dein Körper Endorphine freisetzen.
  2. Laufe länger: Versuche, deine Laufdauer zu erhöhen. Lange Läufe können helfen, das Runner`s High auszulösen.
  3. Fokus auf das Positive: Konzentriere dich auf die Freude am Laufen, nicht auf die Anstrengung.
  4. Atmung: Achte auf deine Atmung. Sie sollte tief und gleichmäßig sein.
  5. Musik: Die richtige Musik kann dazu beitragen, dass du schneller in den “Flow” kommst.
  6. Geduld: Erwarte nicht, dass das Runner`s High sofort eintritt. Es braucht Zeit und Praxis. Bleib dran und genieße den Prozess!
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Wie lange hält das Runner`s High an?

Das Gefühl des Runner`s High variiert von Läufer zu Läufer und kann von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden anhalten. Diese euphorische Phase wird durch Endorphine ausgelöst, die während des Laufens freigesetzt werden. Allerdings hängt die Dauer auch von deinem Fitnesslevel und der Intensität des Laufens ab. Je länger und intensiver du läufst, desto länger könnte das Runner`s High anhalten.

Aber denk daran, immer auf deinen Körper zu hören und nicht über deine Grenzen zu gehen, nur um das Runner`s High zu erleben. Es sollte ein Bonus sein, kein Ziel an sich.

Wie kann man das Runners High steigern?

Das Runner`s High zu steigern kann durch verschiedene Methoden erreicht werden. Du könntest deine Laufdistanz erhöhen oder dein Lauftempo steigern.

Es ist auch hilfreich, in einer schönen Umgebung zu laufen, da dies die Ausschüttung von Glückshormonen fördern kann. Achte darauf, regelmäßig zu laufen, da das Gehirn sich an den Zustand des Runner`s High gewöhnen kann und es dann einfacher wird, dieses Gefühl zu erreichen.

Ernährung spielt auch eine Rolle. Iss gesund und ausgewogen, um deinen Körper optimal zu versorgen. Und vergiss nicht, immer ausreichend zu trinken!

Wie kann man das Runners High nach dem Laufen nutzen?

Das Runner`s High lässt sich hervorragend nutzen, um dein allgemeines Wohlbefinden zu steigern.

Nach dem Laufen bist du voller Endorphine, die Glückshormone, die dich euphorisch und zufrieden fühlen lassen. Nutze diese Zeit, um dich zu entspannen und das Glücksgefühl zu genießen.

Es kann auch eine großartige Motivation sein, regelmäßig zu laufen, wenn du das Runner`s High einmal erlebt hast. Es kann dir helfen, stressige Situationen besser zu bewältigen und deine Stimmung zu verbessern. Also, schnapp dir deine Laufschuhe und erlebe selbst das Runner`s High!

Fazit: Die Bedeutung des Runners Highs und warum du es erleben solltest

Zusammengefasst, ist das Runner‘s High nicht nur ein Mythos, sondern eine echte Erfahrung, die ich und viele Läufer bestätigen können. Es ist ein Gefühl von Glückseligkeit und Euphorie, das durch längeres Laufen ausgelöst wird.

Warum solltest du es erleben wollen?

Weil es ein unglaubliches Gefühl ist, das dich motiviert und dich dazu bringt, deine persönlichen Grenzen zu überschreiten. Es ist, als ob du auf Wolken läufst, und das Beste daran ist, dass es vollkommen natürlich und gesund ist. Also schnür deine Laufschuhe und mach dich auf die Suche nach deinem Runner‘s High – es ist ein einmaliges Erlebnis, das du nicht verpassen solltest! Freu dich drauf…

Deine Joyce

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Meine besten Lauf-Tipps für Anfänger

Von: DOREEN BEILKE 24.05.2023 – 14:40 Uhr

120 Marathons in 140 Tagen entlang der deutschen Grenze will Joyce Hübner (35) laufen. 5200 Kilometer, 57 000 Höhenmeter, acht bis zehn Stunden täglich. Am 2. Mai ist sie in Frankfurt/Oder gestartet. Jetzt ist sie schon in Bayern und hat Nummer 20 absolviert. Und täglich sind die ersten Schritte eine riesige Überwindung.

„Ich stehe auf, stretche und dehne mich, meine Beine sind schwer und ich frühstücke fast automatisch und mache mich fertig“, erzählt die Hobby-Extremläuferin. „Mein Freund fährt mich zum Start. Dorthin, wo ich am Vortag aufgehört hatte. Und dann denke ich, dass ich eigentlich gar keine Lust habe. Doch da stehen jeden Tag Mitläufer und mir ist klar: Ich muss!“

Teaser-Bild

120 MARATHONS IN 140 TAGENGrenz-Läuferin Joyce Hübner von Polizei gestoppt

Sie macht gerade den Lauf ihres Lebens oder besser die Läufe ihres Lebens.

Strahlend sieht man sie mit Leichtigkeit durch die Landschaften laufen. Joyce: „Ich habe einen Dickkopf und ein Ziel und will beweisen, dass es funktioniert. Das treibt mich an und nach drei bis vier Kilometern bin ich dann wieder fit und fühle mich gut.“

Joyce ist Social-Media-Star (Instagram: @runninggirl.joyce, 31 000 Follower) und Kundenberaterin aus Berlin. Sie begann erst vor acht Jahren mit morgendlichem Joggen.

Die Läuferin beim Packen vorm Tour-Start
Die Läuferin beim Packen vor dem Tour-StartFoto: Olaf Selchow

„Vorher bin ich ins Fitnesscenter gegangen und dachte, dass Laufen einfach viel unkomplizierter ist neben dem Job. Man zieht sich an und los. Anfangs waren es drei bis vier Kilometer am Stück, zwei bis drei Mal die Woche“, erzählt sie. „Mir wurde aber schnell klar, dass ich es nur regelmäßig mache, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Ich meldete mich schon mal zum Halbmarathon an und hatte von da an keine Ausrede mehr.“

Sie steigerte sich immer weiter. Und ihr Körper veränderte sich. Die Sportlerin: „Gewicht oder unliebsame Pölsterchen waren plötzlich überhaupt kein Thema mehr. Klar, jetzt auf der Tour ist es extrem. Ich verliere so schnell Gewicht, dass ich aufpassen muss, noch genug zu essen, um nicht das Ziel zu gefährden.“

Die Tourplanung
Die TourplanungFoto: Olaf Selchow

Joyce läuft nicht schnell, macht die Tour nicht als Wettkampf gegen die Zeit. „Eigentlich müssten Laufanfänger an die Strecke kommen, um zu sehen, wie langsam ich bin“, sagt sie. Und das empfiehlt sie übrigens allen Neustartern: ruhige, kurze Distanzen, einen Geh-Lauf-Mix. Die Berlinerin: „Auch jetzt gehe ich, wenn ich es zu stark bergauf geht.“

Immer neue Ziele anzupeilen und tatsächlich die Strecke wahrzunehmen und zu genießen helfe ihr jetzt und würde auch jedem helfen, der erst mit dem Laufen beginnt. „Ich kann mich gar nicht satt sehen an der Natur“, sagt sie.

Ihre Top-Tipps für Laufanfänger

  1. Ruhige, kurze Distanzen joggen
  2. Ein Mix aus Gehen und Laufen
  3. Sich immer weiter steigern und dran bleiben! Regelmäßig trainieren ist wichtig, um auf dem Trainingsleben zu bleiben und um es steigern zu können

Berlinerin will in 140 Tagen deutsche Grenze ablaufen

Vor gut zwei Wochen ist die Berlinerin Joyce Hübner in ein Mammut-Laufprojekt gestartet: In 140 Tagen will sie die deutsche Grenze ablaufen. Im Interview erzählt die 35-Jährige, wie sie auf diese Idee kam und welche Herausforderungen sie dabei erwarten.

rbb|24: 120 Marathons in 140 Tagen, 5.200 Kilometer entlang der deutschen Grenze – wie kommt man auf diese verrückte Idee?

Joyce Hübner: Tatsächlich kam die Idee von meinem Freund. Das war eine Schnapsidee im Biergarten. Wir hatten uns über andere großartige Projekte und Läufer unterhalten und dann schlug er vor, dass ich doch einmal um Deutschland laufen sollte, weil das bisher noch niemand gemacht hätte. Seitdem wollte ich das in Angriff nehmen und aus der Schnapsidee wurde dann tatsächlich Wirklichkeit.

Haben sie zuvor schonmal etwas vergleichbares gemacht oder ist es ihr erstes extremes Laufprojekt?

Naja, diese Art Etappenlauf habe ich zuvor noch nicht gemacht. Aber es war schon der ein oder andere Marathon dabei. Um genau zu sein 18. Auch zwei Ultramarathons und Ultra-Trail-Läufe habe ich schon absolviert. Also von allem ein bisschen etwas, aber bei weitem nicht so extrem, wie jetzt das Pensum ist.

Und trotzdem haben Sie sich die Schnapsidee sofort zugetraut?

(lacht) Nein, da musste ich schon eine Weile drüber nachdenken. Ich habe mir vorher angeschaut, wo die Grenze lang geht und was das ungefähr für mich bedeutet. Von dem Spruch im Biergarten bis zu dem Entschluss, es wirklich zu tun, sind bestimmt drei Monate vergangen. Aber in dieser Zeit habe ich mich schon intensiv damit beschäftigt und mir gesagt, dass am Ende das meiste Kopfsache sind. Die Muskeln und der Knochenbau werden sich schon daran gewöhnen.

Wie sieht das Training für diese Mammut-Aufgabe aus? Geht man einfach laufen?

Ja, Ich bin eigentlich nur laufen gewesen. Dabei habe ich aber schon immer längere Strecken absolviert und versucht, 100 bis 120 Kilometer in der Woche zu schaffen. Das bedeutet Minimum 20 Kilometer pro Lauf. Nebenbei bin ich auch noch ein bisschen Rennrad gefahren und war auf dem Hometrainer. Und im Fitnessstudio, da war ich immer an einem Gerät zum Treppen steigen, weil Berlin ja sehr flach ist und ich sonst keine Höhenmeter trainieren konnte. Natürlich reicht das lange nicht, um topfit für das Projekt zu sein. Der größte Teil kommt dann auf der Strecke selbst.

Wie läuft das organisatorisch? Haben Sie die Strecke schon komplett durchgeplant?

Ich versuche möglichst auf der Grenze zu laufen. Manchmal gibt es dort kein Durchkommen, dann nehme ich den nächstmöglichen Weg, wenn es nicht gerade eine Bundesstraße oder Autobahn ist. Im besten Fall laufe ich aber direkt auf der Grenze. Da kann es schon auch mal passieren, dass ich so 1.000 bis 1.600 Höhenmeter mache, weil eben die Grenze genau über einen Berg verläuft. Ich laufe über Straße, Stock und Stein. Es waren schon Untergründe aller Art dabei.

Laufen Sie ganz allein oder haben Sie Mitstreiter?

Ich habe versucht, das Ganze auf meinen Social-Media-Kanälen publik zu machen und jeden eingeladen mitzumachen. Natürlich auch ein bisschen aus Selbstnutzen, weil es deutlich einfacher fällt, wenn Menschen mit dabei sind und man sich gegenseitig motivieren kann. Jetzt haben wir gerade Tag 13 des Projekts und es gab bis jetzt nur zwei Tage, wo niemand mit dabei war. Manchmal laufen die Menschen nur ein kleines Teilstück mit, aber auch das ist natürlich super. Am Wochenende sind aber auch Leute den kompletten Marathon mitgelaufen.

Laufen Sie jeden Tag die gleiche Distanz und wie sieht es mit Ruhetagen aus?

Genau. 120 Marathons in 140 Tagen. Also habe ich 20 Ruhetage eingeplant, wobei ich mich da jetzt noch gar nicht so genau festlegen will. So weit es gut läuft, will ich sechs Tage am Stück durchziehen und dann einen Tag Pause machen. Gestartet bin ich in Frankfurt Oder und bin jetzt gerade in Sachsen. Wenn ich in den Alpen angekommen bin, werde ich wohl ein paar Pausentage mehr einlegen müssen. Sobald es dann wieder flacher wird, laufe ich vielleicht auch mal acht Tage am Stück.

Ein kleiner Teil der Strecke ist also schon absolviert und sie haben ein Gefühl für die Aufgabe bekommen. Zweifeln Sie schon manchmal daran, ob Sie es wirklich schaffen werden?

Nein, bis jetzt noch nicht. Es gibt natürlich Tage, die hart an der Schmerzgrenze sind. Aber da stellt sich immer die Frage, ob das ein Schmerz ist, weil man keine Lust hat, einem langweilig ist oder es nervt, oder ist es ein echter körperlicher Schmerz, der bleibende Schäden hinterlässt. Bis jetzt waren es wohl eher miese Stimmungen und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das schaffe. Natürlich wird es wehtun und schlimme Augenblicke geben, aber ich habe das große Ziel vor Augen. Und wenn ich am Ende einen Marathon wandern oder langsam laufen muss, ist es mir egal. Hauptsache ich erreiche mein Ziel.

Ich versuche, auf meinen Körper zu hören und den langwierigen vom kurzweiligen Schmerz zu unterscheiden. Es ist ein bisschen tricky, aber wenn man auf sich hört, wird das schon irgendwie funktionieren.

Joyce Hübner über gesundheitliche Bedenken

Abseits von den Schmerzen: Gibt es auch ernstere gesundheitliche Bedenken und haben Sie sich vorher medizinisch beraten lassen?

Ich habe mich vorher sportmedizinisch durchchecken lassen und war in allen möglichen Testzentren, die es so gibt. Bis jetzt haben alle gesagt, dass es rein körperlich gut aussieht und ich fit bin. Was aber auf dem Weg passiert, weiß niemand. Ich versuche, auf meinen Körper zu hören und den langwierigen vom kurzweiligen Schmerz zu unterscheiden. Es ist ein bisschen tricky, aber wenn man auf sich hört, wird das schon irgendwie funktionieren.

Wie lässt sich der zeitliche Aufwand des Mammut-Projekts mit ihrem alltäglichen Leben vereinbaren? Gehen Sie trotzdem einem normalen Job nach?

Ja, tue ich. Ich habe Anfang des Jahres dann meine Arbeitszeit reduziert, damit ich anständig trainieren kann. Und jetzt für die Zeit, in der ich unterwegs bin, habe ich unbezahlten Urlaub genommen. Alles andere wäre auch nicht möglich gewesen. Kurz habe ich darüber nachgedacht, ob ich remote arbeiten könnte, aber das lässt mein Job gar nicht zu.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Lukas Witte, rbb Sport.

Sendung: rbb24, 16.05.2023, 21:45 Uhr

Joyce Hübner geht auch bei Selb an „ihre Grenze“

In nur 140 Tagen einmal Deutschland umlaufen

Joyce Hübner geht auch bei Selb an „ihre Grenze“

18.5.2023 – 120 Marathon-Läufe in 140 Tagen. Die Strecke: Immer entlang der Außengrenze Deutschlands. Seit Anfang Mai nimmt die Berlinerin Joyce Hübner die rund 5.200 Kilometer lange Distanz in Angriff. Auf ihrer Tour dabei sind auch aktuell fast 30.000 Follower bei Instagram und über 250.000 bei Tiktok. Am Feiertag war die Läuferin bei Selb unterwegs. Über eine kurze Distanz hat sie dabei selb-live.de-Reporter Michael Sporer begleiten dürfen.

„Joyce an ihrer Grenze“, so nennt die 35-Jährige ihr einzigartiges Projekt. Ihre Mission: Die Außengrenze Deutschlands ablaufen. Die jeweiligen Etappen will sie in Marathon-Distanz absolvieren. 42,2 Kilometer sind das am Tag. 140 Tage hat sie sich zum Ziel gesetzt, um die Deutschland-Umrundung zu absolvieren. Einen Pausentag wird sie dabei jede Woche einlegen, folglich 120 Lauftage. Im September will sie an ihrem Ausgangspunkt in Frankfurt an der Oder wieder anzukommen. Klingt allein das schon nach einem Mammutprogramm, so bleibt die Hobby-Sportlerin nicht nur auf befestigten Wegen. Möglichst nah an der Grenze zu den Nachbarländern geht es entlang. Querfeldein, teils über Stock und Stein, unzählige Höhenmeter inklusive.

Wie kommt man denn auf solch eine Idee? „Diese entstand eigentlich im Biergarten“, saßen sie und ihr Lebensgefährte Sven Dünnwald mit Freunden zusammen. Diskutiert wurde da über verschiedene Extremsportler. So manch einer würde Kontinente durchqueren. Aber entlang der Landesgrenze, das hat allen Anschein noch niemand gemacht. Aus einer da noch eher spaßigen Geschichte wurde schließlich ein reales Projekt.

Doch vorneweg, wer ist Joyce Hübner überhaupt? Sie selbst wurde 1988 in Ludwigsfelde im Berliner Umland geboren und lebt heute in der Bundeshauptstadt. Bei einem Wohnungsbauträger ist sie als Erwerbermanagerin tätig. In Sachen Sport war das Läuferherz nicht von Anfang da. „Laufen gehörte für mich eher zu den unliebsamen Sportarten“, widmete sie sich eher fünf bis sechs Mal pro Woche dem Krafttraining, wofür später im Job nicht mehr ausreichend Zeit zur Verfügung stand. „Nach ein paar Monaten der Bequemlichkeit war es für mich dann das einfachste und naheliegendste, mit dem Laufen anzufangen“, wurde spätestens mit ihrer ersten Teilnahme beim Berliner Halbmarathon 2016 eine neue Leidenschaft entfacht. Laufen ist seither das große Hobby, „ein Leben ohne das Laufen ist für mich unvorstellbar“, ist es zum einen ein Ausgleich zum stressigen Alltag. „Zum anderen, weil es mir immer wieder ein Glücksgefühl und innere Zufriedenheit beschert. Zusätzlich pusht das Laufen meine mentale Stärke und mein Selbstbewusstsein. Wer einmal ein Runners High erlebt hat, weiß wovon ich spreche“, treibe sie das Erweitern ihrer persönlichen Schmerzgrenze bis heute an.

Klar folgten unzählige Teilnahmen an verschiedenen Marathon-Läufen im In- und Ausland. Voller Stolz blickt sie da zuhause auf ihre Medaillensammlung. Dabei steht die absolvierte Zeit gar nicht mal so im Vordergrund. Es ist vielmehr das gute Gefühl, mit unzähligen Gleichgesinnten über die lange Strecke ins Ziel zu laufen. Erlebnisse, die die stets gut gelaunte und sympathische Frau gerne mit ihren Followern teilt. Von ihrer läuferischen Seite präsentiert sie sich bei Instagram fern vom Privataccount („Will ja meine Freunde nicht nur mit Laufsachen nerven!“) seit Anfang 2019. Das auch, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Tiktok folgte gar erst im vergangenen Sommer. Der Autor dieser Zeilen selbst stieß vor rund drei Jahren auf ihren Instagram-Kanal. Obwohl da selbst in Zeiten von Corona und folglich entspannter Terminlage etwas läuferisch in den Selber Wäldern unterwegs, so war es vielmehr ein bei einem der Laufstorys verwendeter Hashtag eines bekannten Urlaubsorts in Österreich, die auf die Storys zunächst aufmerksam machen ließ. „Wie kann man diese Berge nur so locker, flockig entlang sprinten“, so der mit Blick auf die Höhenmeter neidvolle Gedanke. Die in den Posts gepackte Fröhlichkeit steckte aber an. Ein Abo bei da nach etwas über 8.000 Abonnenten blieb folglich hängen.

Fern von zahlreichen Influencern, die sich vielmehr auf das Bewerben von Produkten beschränken und gar gekünstelt wirken, bleibt sich die Sportlerin selbst treu und authentisch. Klar folgten aufgrund der steigenden Reichweite auch der ein oder andere Sponsor, der beispielsweise Laufschuhe zur Verfügung stellt. Dass diese hin und wieder ins Blickfeld geraten, völlig legitim, da alles andere und übertrieben, eigentlich gar zu wenig geschieht. Vielmehr begeistert sie, die sich selbst als absoluten „Normalo“ sieht, ihre Follower damit, wenn sie mitgenommen werden auf die verschiedenen Lauftouren, ob im Urlaub oder eben vor allem in und um Berlin. Natürlich gibt es da bei einer Sightseeing-Tour das Brandenburger Tor und die Siegessäule zu sehen. Ein anderes Mal geht es entlang des S-Bahn-Rings, es werden Feuerwachen oder Schulen entlang der Strecke „gesammelt“ und in den Wintermonaten darf nach einem Lauf auch das Eisbaden in einem See nicht fehlen.

Viel Zuspruch erhält sie von den Zuschauern. Das motiviert. „Gerade jetzt mit dem Deutschlandlauf sind diese Storys für manch einen schon das Ersatzprogramm für GZSZ“, wurde ihr erst jüngst berichtet. Ebenso positiv: „Manche haben durch meinen Account auch erst die Motivation gefunden, mit dem Laufen zu beginnen“, macht sie diese Begeisterung auch Stolz.

Die Vorbereitung

Diese begann vor etwa einem halben Jahr. Intensiv wurde die Strecke geplant, nach Übernachtungsmöglichkeiten Ausschau gehalten, Pausentage, um eben kurz zu regenerieren, einzukaufen oder auch einmal nur um Wäsche waschen zu können, eingetaktet und selbstverständlich fleißig trainiert. Eine Leistungsdiagnostik einschließlich Laktattest wurde durchgeführt. Und natürlich musste das Thema Arbeit berücksichtigt werden. Joyce und ihr langjähriger Freund nehmen eine Auszeit, sprich unbezahlten Urlaub. Für das kostspielige Projekt geht es an die Ersparnisse. Selbstverständlich ist Sven auf der Tour dabei. Ohne ihn würde die Durchführung auch gar nicht funktionieren. „Ich muss ja nur laufen“, schmunzelt sie, während er, den sie liebevoll „Der Praktikant“ nennt, im Auto unterwegs ist und an bestimmten Punkten entlang der Strecke als Versorgungsstation parat steht. Auch unterstützt er unter anderem bei den täglichen Updates der eigens eingerichteten Webseite und vielen organisatorischen Dingen. Mittlerweile hat er mit seinen amüsanten Backstage-Berichten gar selbst eine eigene kleine Fangemeinde auf Instagram und Tiktok. Und solch ein Lauftag mit allem drum und dran beginnt da meist um 6 Uhr und endet gegen 23 Uhr, wie Sven in den derzeitigen Tagesablauf blicken lässt.

Die Deutschland-Tour

Am 1. Mai ging es in Frankfurt an der Oder los. Von dort aus läuft Joyce Hübner die deutsche Grenze im Uhrzeigersinn ab. Relativ entspannt liefen da die ersten vier Marathonläufe entlang der polnischen Grenze bis zum ersten Pausentag. Die Strecken waren da auch noch weitestgehend flach. Das sollte sich in der darauffolgenden Woche ändern. Wunderschön die Gegend in der Sächsischen Schweiz zwar zum einen, aber die Höhenmeter forderten Tag für Tag. Ebenso Streckenabschnitte, die wohl selbst ein Wanderer nicht einmal gehen würde. Muskuläre Probleme ließen sich nach dem 10. Lauftag nicht leugnen. Doch schnell war ein Physio ausfindig gemacht, der hilfreich zur Seite stehen konnte. Motivierend sind für Joyce Hübner auch immer wieder Mitläuferinnen und Mitläufer, die sie, wenn auch nur für ein paar Kilometer, beim Lauf begleiten. Fan-Unterstützung bekommt die 35-Jährige ohnehin von ihren angesichts der irren Leistung staunenden Followern. Diese nimmt sie Tag für Tag mit, zeigt Strecke, Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten entlang den Routen, lässt sie an ihrer Stimmung und ihren Gedanken vom Start bis zum Ziel teilhaben. Über das Erzgebirge einschließlich dem Fichtelberg ging es über das Vogtland nun auch in unsere Region. Am Mittwoch von Klingenthal bis nach Sigmundsgrün. Von da aus heute über Neuhausen entlang der Grenze bei Selb bis nach Schirnding.

Angesichts einer persönlichen 12 Monate langen Laufpause, die auf die üblichen Ausreden rund um den inneren Schweinehund begründet sind, und der daher einhergehend mangelnden Kondition, war es in der Tat für den Schreiberling dieser Zeilen schon mit leichter Skepsis verbunden, mit der Läuferin auf die Strecke zu gehen. Mehr als sieben (gequälte) Kilometer waren es in den vergangenen drei Wochen des Re-Starts des Laufens, mit dem eigentlichen Ziel beim in zwei Wochen anstehenden grenzüberschreitenden Freundschaftslauf von Selb nach Asch eventuell teilzunehmen, schließlich noch nicht. Nahe Buchwald eingestiegen waren es in Richtung Ackerl auch nur 3,5 Kilometer. Dem deutlich hohen und folglich völlig ungewohnten Tempo der Läuferin und ebenso topfitter Mitläufer wie seitens der Selber Bundespolizei musste dann doch Tribut gezollt werden. Die weiteren Kilometer wurden schließlich in Eigenregie und etwas langsamer angegangen, um am Ende der selbst gewählten knapp acht Kilometer langen Mitlauf-Strecke noch einmal den „Praktikanten“ anzutreffen. Die Berlinerin hat schließlich auch die heutige Marathon-Etappe gemeistert.

16 Lauftage von 120 sind absolviert. Joyce Hübner und Sven „Der Praktikant“ Dünnwald sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Ablauf. Viele Anstrengungen liegen in den nächsten Wochen und Monaten aber noch vor ihnen. „Gerade die Höhenmeter in den Alpen oder auch Hitzetage werden herausfordernd sein“, blickt die Läuferin voraus. Doch sie ist überzeugt, diese einmalige Challenge erfolgreich finishen zu können und damit auch eins zu zeigen: „Ich möchte mit diesem Projekt andere Menschen dazu inspirieren, ihre Komfortzone zu verlassen und zeigen, wie das Austesten der persönlichen Grenze einen nachhaltig positiven Effekt auf einen selbst erwirkt.“

Joyce Hübner bei >>> Instagram

selb-live.de – Michael Sporer

NRW Radio

Hier den Beitrag von NRW Radio hören:

In nur 140 Tagen will sie Deutschland umlaufen

von Lisa-Marie Feibig

Auf TikTok nimmt Joyce ihre Follower immer mit zum Laufen. Jetzt geht sie “das Projekt ihres Lebens” an: Sie möchte in 140 Tagen Deutschland umlaufen.

Auf der Social-Media-Plattform TikTok ist Joyce Hübner (35) mittlerweile unter den Läufern bekannt. Denn sie nimmt ihre Follower bei fast jeder Jogging-Runde mit und fordert sich auch gerne mal selbst heraus – sei es, die Berliner S-Bahn-Routen abzulaufen oder ihren Followern die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu präsentieren. 

Ihre neuste und wohl größter Herausforderung verkündete Joyce Mitte April: Die Berlinerin möchte die deutsche Grenze ablaufen und das in 140 Tagen. Das wären dann gute 5.200 Kilometer – umgerechnet etwa120 Marathons – und 57.000 Höhenmeter, die sie zu bewältigen hat.

TikTokerin Joyce Hübner: In nur fünf Monaten will sie Deutschlands Grenzen ablaufen

Los ging es bereits am Montag (1. Mai) in Frankfurt an der Oder. Schon am Sonntag (7. Mai) möchte Joyce in Görlitz ankommen. Entlang der polnischen und tschechischen Grenze geht es über den Bodensee, nach Freiburg und Aachen, entlang der Küste (Nord- und Ostsee) und dann möchte Joyce Ende September wieder in Frankfurt-Oder ankommen. Der härteste Tag ihrer Route wird 2.640 Höhenmeter beinhalten. Ein paar Tage Puffer hat sich die Berliner eingebaut, aber im November muss Joyce dann wieder zurück in ihren normalen Job, denn so lange hat sie sich unbezahlten Urlaub genommen.

Joyce hält jeden Tag ihrer Deutschland-Umrundung in einem Video fest. Die ersten beiden Tage zeigen wir dir oben im Video. Klick rein!MEISTGELESEN.

Joyce Hübners Partner wird sie mit dem Auto begleiten

Joyce erklärt auf TikTok außerdem, dass ihr Partner sie auf der Strecke mit dem Auto begleiten wird und somit für Verpflegung und den Transport der Kleidung zuständig ist. Die 35-Jährige startet jeden Morgen dort, wo sie abends ihren Lauf beendet hat. Zudem ruft sie dazu auf, dass jeder, der Bock hat, sie natürlich auf ihrem Weg begleiten darf: “Ich versuche, den direkten Grenzweg zu nehmen, sonst so nah wie möglich dranzubleiben. Manchmal geht’s aber nur querfeldein. Ich laufe zum Glück gerne allein. Freue mich aber sehr über Menschen, die mich streckenweise begleiten wollen. Auf meiner Homepage kann man die Tour verfolgen.”

TikTokerin Joyce Hübner: Idee entstand im Biergarten

Entstanden ist diese verrückte Idee übrigens zusammen mit ihrem Partner im Biergarten. Denn sie unterhielten sich über die “ganzen krassen Sportler dieser Welt”, die quer durch Amerika oder Asien laufen. Ihr Freund sagte daraufhin, sie könne ja einmal Deutschland umrunden – diese Idee ging Joyce dann wohl nicht mehr aus dem Kopf.